Donautalbienen

Als ich vor über einem Jahrzent angefangen habe mich für Bienen begeistern, ahnte ich noch nicht, welches “Suchtpotenzial” die Imkerei beherbergt. Als Besitzer einer Streuobwiese beobachtet man auch, wenn die Nachbarn irgendwann aus Altergründen ihre Bienen aufgeben. Ich meine, nachdem die Bienendichte im Tal immer mehr abgenommen hat, gab es auch weniger Früchte an den Obstbäumen. Irgendwie hat mich das schon beschäftigt - was könnte ich tun? Selbst Bienen halten? Nein - unmöglich. Es war noch ein anderer Weg, der für mich zu den Bienen führte.
Streuobst im Donautal unter Schloss WerenwagSelbstgemachter Apfelmost (Apfelwein) aus Obst von eigenen Bäumen führte mich dann auch zu Met (Honigwein). Den Honig für diese selbstgemachte Köstlichkeit kaufte ich damals beim Imker im Nachbarort, nachdem ich einen erfolglosen Versuch mit billigem Discounterhonig im Ausguß entsorgt hatte. Einen befreundeten Imker sprach ich damals auch auf ein Metrezept an, weil er selbst einen hevorragenden Honigwein herstellte. Er fragte mich dann auch, ob die Imkerei denn nichts für mich wäre. Aber auch in dem Wissen wie weh Stiche tun können, sagte ich Nein. Die Geschichten von “bösen” Bienen, die Kinder auf Dreirädern stechen, wenn sie vor dem Bienenstand nur vorbeifuhren, schreckten mich ebenfalls ab. Auch der Großvater, der selbst einmal Bienen hatte, warnte vor der “vielen Arbeit”, die so etwas macht. Aber irgendwie ließ es micht nicht mehr los.
Ein Winter ging ins Land und es wurde Ende Mai. Dann passierte es. An einem schönen Samstag-Vormittag ließ sich ein Schwarm in der riesigen Linde vor dem Haus in ca. 15m Höhe an einem Ast nieder. Mit purer Faszination betrachtete ich dieses Schauspiel. Aufgeregt rief ich den Imker an, der mich vergangenen Herbst gefragt hatte, ob ich nicht doch auch Imker werden wollte. Ich erreichte ihn auf seinem Mobiltelefon und er sagte er könne nicht helfen, da er unterwegs sei. Ich solle jedoch eine Bienenkiste aus seiner Garage holen, etwas Honig hinein schmieren und sie unter dem Baum aufstellen. Aufgrund der Höhe war ein herkömmliches Einfangen sowieso nicht möglich, aber vielleicht würden sie vom süßen Duft angelockt, in diese Behausung einziehen.
Es hat natürlich nicht geklappt.
Irgendwann erhob sich der Schwarm und verschwand in das Nichts aus dem er gekommen war. Aber etwas anderes war passiert. Ich war infiziert.
Auf die Frage, wie ich denn überhaupt zu den Bienen gekommen sei, antworte ich auch gern: “...die Bienen sind einfach zu mir gekommen.”
Schon die nächsten Tage bestellte ich Bücher und nachdem ich mich etwas schlau gelesen hatte, schließlich eine erste Beute (Bienenbehausung). Eigentlich zwei, weil überall steht, dass man lieber mit mehr als einem Volk beginnen solle, falls mal etwas schief geht. Danach fragte ich überall herum wie ich denn an Bienen käme. Und tatsächlich schenkte mir ein Imker aus einem der benachbarten Orte einen Schwarm. Und ein zweiter Imker noch einen zweiten. Es erforderte doch etwas Mut, als ich die beiden Schwärme mit den Waben, auf die sie der Imker bereits gesetzt hatte, in meine eigenen Bienenbeuten umhängte. Ich wußte nicht, ob ich vielleicht doch schreiend davon laufen würde, wenn mir die 20.000 Tiere eines Schwarmes zu nahe kämen. Aber ich tat es offensichtlich nicht...Donautalbienen
Beide Kisten waren nun besetzt und ich hatte einen riesigen Spaß den fliegenden Insekten nach meiner täglichen Arbeit zuzuschauen, wie sie ihr Tagwerk verrichteten. Es ist bekannt, dass das Beobachten am Flugloch eine therapeutische Wirkung hat und beruhigt. So war es auch bei mir. Ich liebe es bis heute die kleinen, fleißigen Insekten zu beobachten.
Die beiden Völker hatten auch eine seltsame Wirkung auf den Großvater. Er hatte die Leidenschaft der Bienen nie verloren obwohl er mit Beginn der Milbenplage “Varroa” Mitte der achtziger Jahre die Imkerei aufgegeben hatte. Jedenfalls standen wenige Tage später auf dem von ihm für mich hastig errichteten Bienenstand noch drei weitere Ableger, die er kaufte.
So gingen wir mit fünf Völkern in den ersten Winter, in dem ich meinen Anfängerkurs beim Imkerverein Meßkirch absolvierte. Und tatsächlich überlebten alle fünf und flogen im nächsten Frühjahr.
Ich habe danach nie mehr Bienenvölker gekauft. Königinnen schon. Oder ich bekam Zuchtstoff vom Imkerverein oder von Imkerfreunden mit dem ich neue Königinnen aufgezogen habe. Jedoch bildeten diese ersten fünf Völker den Grundstock oder Anfangsbestand der Bienen, die ich heute betreue - aus denen alle hervorgingen.
Es wurden mit der Zeit mehr. Ablegerbildung zur Schwarmverhinderung und Schwarmfang dienten der Vermehrung der Völker. Die 25 bis 30, die ich heute habe, sind aber die Obergrenze, wenn man noch 40 Stunden in der Woche einem anderen Beruf nachgehen muß.

Erfahren Sie auf meiner Homepage www.donautalimker.de mehr über meine kleine Imkerei, mein Hobby.

Christian Vetters

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